Love Me Gender - The Bride Project

Tuesday  15 November  2016  8:00 PM    Wednesday  16 November  2016 10:00 PM
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Last update 18/11/2016
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LOVE ME GENDER
Performing Feminisms
Internationales Festival | Eigenproduktion

Lonesome George (A/USA/FRA): The Bride Project
Gastspiel | Internationale Kooperation mit Gabrielle Sinclair (USA) & Lisa Coinus (FR)

Regie und Autorenteam: Sina Heiss und Gabrielle Sinclair mit dem Ensemble von The Bride Project

„The Bride Project“ ist ein internationales Theaterprojekt, das von Sina Heiss (A), Gabrielle Sinclair (USA) und Lisa Coinus (FRA) (Verein Lonesome George) im Winter 2014/15 ins Leben gerufen wurde. In experimenteller Zusammenarbeit mit einem Ensemble von mittlerweile etwa 100 Frauen und Männern wird ein Theaterstück zum Thema „Frau Sein“ entwickelt. Das Ensemble setzt immer wieder öffentliche Aktionen, um seine Arbeit mit dem Publikum zu teilen. Das Publikum wird so Teil des Entstehungsprozesses, es beeinflusst, treibt voran, verändert...
Inspiriationsgrundlage von „The Bride Project“ ist die Danaidentrilogie von Aischylos, die im Stück frei nacherzählt und stark verfremdet wird. Weiters fließen Statements und Zitate aus der modernen Popkultur ins Stück ein, die unser heutiges Geschlechterrollenverständnis beeinflussen. Das Regie-/Autoren-Duo Sina Heiss und Gabrielle Sinclair verschränkt in ihrer gemeinsamen Arbeit ein breites Spektrum an künstlerischen Ausdrucksformen: Text, Tanz, Maske, Puppenspiel und Projektionen verschmelzen zu einem lustvollen, schrägen Gesamtkunstwerk, das unbedingt unterhaltsam, aber trotzdem die Hölle ist. Dort nämlich landen die 50 Danaiden-schwestern nach den Morden an ihren Bräutigamen. Und alles nur wegen eines Neins?
Ein Chorus von Frauen spielt alle Rollen im Stück: Männer, Bräute, schmierige Könige und lästige Moskitos. Gemeinsam treten sie eine Reise an, auf der es herauszufinden gilt, was diese Hölle für sie wirklich bedeutet und wie sie ihr entfliehen können. In „The Bride Project” wird die Rolle der Braut, deren einzige Aufgabe es ist JA zu sagen, einmal mehr als Archetypos erforscht. Wozu und wie lange sagen wir noch JA? Und wann trauen wir uns endlich NEIN zu sagen?

„THE BRIDE PROJECT ist mehr als ein Theaterstück zum Thema Gender. Es bringt ein Ensemble von Menschen zusammen, die, teils auf unterschiedlichen Kontinenten lebend, gemeinsam an einer Sache arbeiten. Sie bilden ein Netzwerk. Sie interagieren, bauen Verbindungen auf, stehen in Beziehung zueinander - obwohl sich viele von ihnen gar nicht kennen, verbindet sie ihre gemeinsame Reise. Die Geschichte beginnt irgendwo zwischen griechischer Mythologie und einer stereotypen Märchenwelt, in der Generationen von Frauen sich in ihr Schicksal verstricken und brav ihre Rolle spielen. Solange, bis mal eine sagt: NEIN! Wider aller Erwartungen, allen Familientraditionen zum Trotz und gegen den Strom schwimmend - Das NEIN wird lauter, stärker und mehrstimmig. Ein kollektives NEIN, das eine Gruppe von Frauen zu Fliehenden werden lässt, zu Abenteurerinnen, Kriegerinnen, Mörderinnen, Freundinnen, Liebenden und Superheroes.“ (Sina Heiss)

Der Danaiden-Mythos
50 Schwestern werden dem griechischen Mythos zufolge ihren 50 Cousins zur Heirat versprochen und weigern sich. Mehr noch, sie wagen es zu fliehen, einen fremden, guten, lieben König um Schutz anzuflehen und sich an seinem Hofe zu verstecken. Den Danaiden wird Asyl gewährt, die Cousins allerdings holen sie ein und verschleppen sie. Die Heirat findet wie geplant statt, doch in der Hochzeitsnacht erstechen die Danaiden ihre garstigen Bräutigame. Diese Bluttat wird natürlich von den Göttern gerächt: Zur Strafe müssen die Bräute bis in alle Ewigkeit Wasser in ein durchlöchertes Fass schöpfen.

Die Braut
Das Wort „Bride“ (engl. für „Braut“) weckt als Archetypus starke Assoziationen. Alle Kulturen der Welt kennen die Rolle der Braut. Doch überall wird diese Rolle sehr unterschiedlich erlebt und gelebt. Die Assoziationen, Erlebnisse und Rituale, die Frauen mit verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Hintergründen damit verbinden, stehen im Mittelpunkt des Interesses. Diese Geschichten und Ideen werden theatral verarbeitet und auf der Bühne gegenüber gestellt. Manche von diesen „Brautbildern“ werden sich ähnlich sein, manche vollkommen verschieden. Diese Unterschiede sollen mit The Bride Project aufgezeigt und zelebriert werden. Außerdem steckt hinter der „Braut“ auch die Frage nach dem Schönheitsideal und Frauenbild, das von Modeerscheinungen und dem Drang zum Perfektionismus in der heutigen Gesellschaft geprägt ist. Wie schön und perfekt muss die Frau von heute sein? Was ist sexy, was ist liebenswert?

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KosmosTheater Commento inserito tramite Facebook
-- 16/11/2016 13:50
Here it is: der Festival_BLOG-Beitrag - Für die heutige Vorstellung gibt es noch ein paar wenige Karten!
http://kosmostheater.at/cgi-bin/page.pl?id=204

KosmosTheater Commento inserito tramite Facebook
-- 16/11/2016 12:18

KosmosTheater Commento inserito tramite Facebook
-- 16/11/2016 09:58
Nur noch heute Abend!
Nagy Vilmos
-- 16/11/2016 09:58
Danke für das sehr gelungene Stück. Tolles Ensemble, humorvolle Umsetzung und schöne Momente!
Anna Anderluh
-- 16/11/2016 09:58
Danke Nagy Vilmos!!!
Nagy Vilmos
-- 15/11/2016 14:41
Hans nicht Hals
Helga Amesberger
-- 15/11/2016 14:41
Großartig!

Chaotic Neurotic Commento inserito tramite Facebook
-- 10/11/2016 10:37

KosmosTheater Commento inserito tramite Facebook
-- 08/11/2016 14:34
Heute in der Tiroler Tageszeitung!

KosmosTheater Commento inserito tramite Facebook
-- 18/10/2016 14:28
"Mordende Schwestern oder emanzipierte Nymphen - wie feministisch sind die Danaiden?" Publikumsgespräch umrahmt vom experimentellen Stimmbandkollektiv HALS am 15.11. im Anschluss an die Vorstellung Mit: Julia Schuster, Universitätsassistentin am Institut für Frauen- und Geschlechterforschung Linz 50 Frauen wehren sich gegen Gewalt und soziale Erwartungen. Dabei werden sie allerdings auch immer wieder von traditionellen Rollenbildern eingeholt und am Ende landen sie in der Hölle. Aus feministischer Sicht wirft die Geschichte der Danaiden viele Fragen auf: Wie mutig und standfest muss eine Feministin sein? Wann gilt ein Opferstatus als überwunden? Was passiert, wenn aus Widerstand heraus neue Traditionen und Erwartungen wachsen? Diskussion erwünscht! HALS Die Sängerinnen dieser a capella Formation erforschen und entmystifizieren die Welten des puren Zusammenklangs.
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